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am Dienstag, 14. Juli 2009 um 13:13 - RSS 2.0 Feed
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OLED News
News zu Organic LED Displays & OLED-Handys
OLED – Display Technologie der Zukunft?
OLED ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „organic light emitting diode“, auf Deutsch Organische Leuchtdiode. Dies ist ein leuchtendes Bauelement, welches dünn und biegsam ist. Es besteht aus organischem Material. Im Gegensatz zu herkömmlichen LEDs (anorganische Leuchtdioden) besitzt diese Form zwar eine geringere Strom- und Leuchtdichte, ist allerdings kostengünstiger herzustellen. Die Lebensdauer ist momentan noch geringer als die der LEDs. Durch den Aufbau und die Funktion der OLEDs kann man hierbei von einer Art Display oder Bildschirm sprechen.
Aufbau einer OLED: Ein OLED besteht aus mehreren organischen Schichten. Auf eine Glasscheibe werden diese Schichten angebracht. Zunächst eine Anode (bestehend aus Indium-Zinn-Oxid), darauf folgt je nach Herstellungsmethode eine Schicht aus PEDOT/PSS, welche die Diffusion von Indium vermeiden soll. Darauf wird eine Lochleitungsschicht (HTL = hole transport layer) aufgetragen. Danach wird eine Schicht aus Emitter aufgetragen (EL = emitter layer), welche aus Alq3 besteht. Dann folgt die Elektronenleitungsschicht (ETL = electron transport layer). Am Ende wird noch eine hauchdünne Schutzschicht aus Lithiumfluorid, Cäsiumfluorid oder Silber aufgetragen. Dies stellt die Kathode dar. Der Abstand von Anode und Kathode beträgt ca. 100-200 nm.
Treffen sich nun Elektronen (negative Ladung aus der Kathode) und Löcher (positive Ladung aus der Anode) in der Emitterschicht (EL), wird der Farbstoff Alq3 angeregt und sendet Photonen, also Lichtteilchen aus. Die Farbe dieses Lichtes hängt vom Energieabstand zwischen angeregtem und Grundzustand des Farbstoffs ab.
Wo kann diese Technologie genutzt werden?
Die Vorteile gegenüber herkömmlicher LEDs ist die Biegsamkeit, die die OLEDs durch die dünnen Schichten besitzen. Diese dünnen Schichten können beinahe auf jede Oberfläche aufgetragen werden, wodurch die Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten sehr viel größer ist. Man kann diese Art von Display sogar an Fensterscheiben anbringen oder ganze Wände damit beschichten. Durch biegsames Fundament für die OLEDs sind auch aufrollbare Bildschirme möglich, was platzsparend ist. Durch den geringen Energieverbrauch ist auch die Nutzung für mobile Geräte (Notebook, Handy) denkbar.
Der Nachteil der OLEDs ist die geringe Lebensdauer. Daran wird zur Zeit noch gearbeitet, da die Lebensdauer bei organischem Material durch viele äußere Einflüsse verringert wird. Hierzu zählen zum Beispiel Sauerstoff- oder Wassereinfluss.
Wo werden OLEDs bereits eingesetzt?
Verschiedene Firmen haben bereits einen Bildschirm, welcher per OLED funktioniert, auf den Markt gebracht. Die Technik ist jedoch noch nicht soweit ausgereift, dass sie im großen Ausmaß hergestellt oder genutzt wird.
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